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EMAS

EMAS und Straßberg – ein bewährtes Duo

EMAS ist die Kurzbezeichnung für „Eco- Management and Audit Scheme“, auch bekannt als EU-Öko-Audit oder Öko-Audit. EMAS wurde von der Europäischen Union entwickelt und ist ein Gemeinschaftssystem aus Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung für Organisationen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen. EMAS basiert auf der in der UN-Konferenz im Jahre 1992 in Rio de Janeiro verabschiedeten Erklärung für eine nachhaltige ökologische, soziale und ökonomische Entwicklung, die sogenannte „Agenda 21“.

So buchstabieren wir EMAS:

Engagierte Menschen aus Straßberg

Auf dieser Seite:


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Umweltleitlinien
der katholischen Pfarrgemeinde Heilig Kreuz in Straßberg

I. Unser Glaube als Quelle unseres Handels

So steht es in der Bibel bei der Schöpfungsgeschichte im Buch Genesis:
„Gott, der Herr, nahm also den Menschen und setzt ihn in den Garten Eden,
damit er ihn bebaue und hüte.“
Genesis 2,15

Bei der Eucharistiefeier beim Jugendtreffen in Loreto am 2. September 2007
sagte Papst Benedikt XVI. in seiner Predigt zum Thema Umwelt:
„Einer der Bereiche, in denen zu arbeiten es dringlich erscheint, ist zweifellos die Bewahrung der Schöpfung. Den neuen Generationen ist die Zukunft des Planeten anvertraut, auf dem die Zeichen einer Entwicklung offensichtlich sind, die es nicht immer verstanden hat, die empfindlichen Gleichgewichte der Natur zu schützen.
Bevor es zu spät ist, ist es notwendig, mutige Entscheidungen zu treffen, durch die ein starker Bund zwischen dem Menschen und der Erde neu geschaffen wird.
Ein entschlossenes “Ja” zur Bewahrung der Schöpfung und ein starker Einsatz sind notwendig, um jene Tendenzen umzukehren, die in eine Situation unumkehrbaren Niedergangs zu führen drohen.“

II. Unser Handeln als Gemeinde

1. Leitlinie:
Wir setzen uns für den Erhalt von Gottes Schöpfung ein.
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz Straßberg sehen den Schutz der Umwelt als wichtige Aufgabe. Im Rahmen unserer kirchlichen Arbeit verpflichten wir uns, zu einer stetigen Verbesserung des Umweltschutzes beizutragen und die geltenden Umweltgesetze und Umweltvorschriften einzuhalten.

2. Leitlinie
Wir motivieren und ermutigen zur Bewahrung der Schöpfung.
In Gottesdiensten, Mitteilungen und sonstigen kirchlichen Veranstaltungen wollen wir die Schönheit der Schöpfung feiern und unsere Aufgabe, nämlich an der Bewahrung der Schöpfung mitzuwirken, uns immer wieder vergegenwärtigen. Auf diese Weise wollen wir uns selbst und andere zu einem schöpfungsgerechten Verhalten ermutigen.
Alle Gemeindemitglieder und alle Gruppen der Gemeinde sind eingeladen, sich auf ihre Weise und mit ihren Ideen und Mitteln für die Bewahrung der Schöpfung stark zu machen.

3. Leitlinie
Wir achten darauf, dass sich unsere Entscheidungen auf künftige Generationen positiv auswirken.
Wir berücksichtigen die begrenzte Regenerationsfähigkeit der Ökosysteme und sind uns bewusst, dass alle Ressourcen begrenzt sind.
Mit Rohstoffen und Energie gehen wir deshalb kontrolliert und sparsam um und reduzieren unseren Verbrauch.

4. Leitlinie
Wir handeln in Solidarität als Teil der einen Welt.
Beim Einkauf von Produkten für die Gemeinde achten wir auf die ökologische und sozialen Bedingungen und die Auswirkungen ihrer Herstellung. Wir bevorzugen daher umweltschonende und ungiftige Produkte sowie regionale Anbieter und Waren aus „Fairem Handel“.

5. Leitlinie
Wir gestalten bauliche Veränderungen von Anfang an ökologisch.
Bei der Planung und Umsetzung von baulichen Maßnahmen streben wir nach der ökologisch sinnvollsten und nachhaltigsten Lösung und suchen dabei nach Modellen und Konzepten, die es uns erlauben, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit sinnvoll miteinander zu vereinbaren.



Begriffe rund um EMAS

EMAS Schritt für Schritt

Seit Mitte der 90er Jahre hat sich EMAS als effektives Instrument des Umweltmanagements in vielen Unternehmen und Institutionen durchgesetzt. Die Grundlage des Systems bildet die „EG Umwelt-Audit-Verordnung” von 1993. Bei der Novellierung 2001 wurde darauf geachtet, dass die Eigeninitiative der Unternehmen im Umweltschutz weiter gefördert wird.

Grundsätzlich basiert EMAS auf der Verpflichtung, über die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen hinaus die eigene Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Bestandsaufnahme, Programm und turnusmäßiger Soll-Ist-Vergleich gehören zu einem Regelkreislauf durch den dieser Prozess gewährleistet wird.
Wenn eine Organisation ein Umweltmanagement gemäß der EMAS-Norm aufbauen will, müssen die folgenden Schritte durchgeführt und als Systemelemente dauerhaft in der Organisation verankert werden.

Umweltprüfung
Bei der Umweltprüfung handelt es sich um eine interne Prüfung (Ist-Bestandsaufnahme). Sie wird mit Hilfe von Checklisten vorgenommen, welche alle relevanten Umweltwirkungen des Standortes untersucht und bewertet sowie Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigt.

Umweltpolitik/Umweltleitlinien
Die Umweltpolitik bildet den Rahmen und umfasst umweltorientierte Werte, strategische Gesamtziele und Handlungsgrundsätze, welche Orientierung für die mittel- bis langfristige Entwicklung in den Organisationen geben.

Umweltprogramm
Basierend auf den Ergebnissen der Umweltprüfung und vor dem Hintergrund der Umweltpolitik erstellt die entsprechende Einrichtung ein verbindliches Umweltprogramm: Konkrete Ziele und Maßnahmen werden definiert, Verantwortliche benannt, Fristen gesetzt und Ressourcen bereitgestellt.

Umweltmanagementsystem
Das Umweltmanagementsystem verankert den Umweltschutz in der Organisation. Zuständigkeiten und Mitwirkungsrechte werden in einem Handbuch definiert (z.B. Umweltbeauftragte/r); das Qualifikations- und Informationswesen sowie das Controlling werden festgelegt. Die Funktionstüchtigkeit des Systems wird in einem internen Audit bewertet und die Ergebnisse der Leitung zur Entscheidung vorgelegt.

Umwelterklärung
Die Umwelterklärung informiert die interne und externe Öffentlichkeit über das Umweltengagement der jeweiligen Einrichtung. Sie enthält Angaben zu den Umweltschutzzielen, zur ersten Umweltprüfung, zum Umweltmanagementsystem, sowie zum Umweltprogramm.

Validierung und Standortregistrierung
Ein Umweltgutachter prüft die Umwelterklärung und die anderen Bausteine des Systems, ob sie mit der Realität in der Einrichtung und mit den Anforderungen der EMAS-Verordnung übereinstimmen. Daraufhin kann die Einrichtung beantragen, in das EMAS-Standortregister eingetragen zu werden. Dies sind die Schritte zur Einführung des Umweltmanagements. Mit der Validierung ist aber nicht ein Schluss-, sondern lediglich ein Höhepunkt erreicht. In regelmäßigen Abständen werden in Umweltbetriebsprüfungen die Ergebnisse und Bestandteile des Systems bewertet, um kontinuierlich Verbesserungen in den Prozess einbauen zu können.