Chronik

Geschichte der Pfarrei

Aus dem Jahr 1466 gibt es Aufzeichnungen aus denen hervorgeht, dass die Straßberger Katholiken von Bobingen aus betreut wurden.

Im späten Mittelalter, als sich erst einige wenige Häuser um das Schloss Straßberg scharten, oblag die seelsorgerische Betreuung von Straßberg dem Kloster St. Georg in Augsburg. Aus dem Jahr 1743 wird berichtet, dass in der Schlosskapelle täglich Gottesdienst gehalten wurde. Eine erste kleine Kirche wurde 1788 an der Stelle errichtet, wo sich heute die Metzgerei der Ortschaft befindet. Die Erlaubnis zu diesem Bau gab Fürstbischof Clemens Wenzeslaus . Von Geistlichen aus Bobingen wurde hier wöchentlich eine Hl. Messe gefeiert. Ab 1793 strebte die Gemeinde eine eigene Priesterstelle an und erst 1821 kam eine sogenannte Provisur unter königlichem Patronat zustande. 1838 entstand ein eigenes Kurat- und Schulbenefizium, das der Pfarrei in Bobingen untergeordnet war. 1861 wurde dieses Benefiziat selbständig.

Straßberg zählte inzwischen schon 370 Einwohner und bekam ein eigenes Gotteshaus, welches am 12. Oktober 1873 eingeweiht wurde. 1923 schließlich wurde das Benefizium zu einer selbständigen Pfarrei erhoben. Straßberg wuchs weiter. Die im Wertachtal entstandene Siedlung, die zur Gemeinde Bobingen gehörte, wurde damals seelsorglich der Pfarrei Straßberg zugeordnet.Die alte neugotische Kirche war deshalb zu klein, um alle Gottesdienstbesucher beim Sonntagsgottesdienst aufzunehmen. Deshalb wurde diese 1957/1958 zum Teil abgebrochen und in der jetzigen Form neu aufgebaut. Die Kirche wurde 1988 unter Pfarrer Josef Viertl renoviert ( Bilder der neuen und alten Kirche unter dem Punkt “Kirche” ).

1997-1999 wurde die Kapelle, der einzige noch erhaltene historische Teil der ehemaligen neugotischen Kirche, neugestaltet und erneuert. Die Maßnahme wurde durch viel Eigenleistung freiwilliger Helfer, Spenden und Zuschüsse finanziert. Es wurde so ein Raum geschaffen, der allen Besuchern eine angenehme und familiäre Atmosphäre vermittelt. Unter Beteiligung aller Pfarreimitglieder wurde ihr der Name Franziskuskapelle gegeben ( Bilder unter dem Punkt “Kapelle” ).

Die kleine “Feldkapelle in der Leitach” ist der “Schmerzhaften Mutter Gottes” geweiht. Sie ist eine Stiftung des Privatiers und ehemaligen Viehhändlers Josef Zerrle. Für diese Kapelle war am 10. August 1896 vom Bischöflichen Ordinariat in Augsburg die “licentia celebrandi” (die Erlaubnis zum Feiern der Messe) erteilt worden. Man kann davon ausgehen, dass dies auch das Erbauungsjahr war. Damals war der Bereich um die Kapelle noch freies Feld. Heute befindet sich die Kapelle im Bereich des neuen Friedhofes von Straßberg. Außerdem wurde sie vor kurzem außen und innen durch die Mithilfe vieler Handwerker, freiwilliger Helfer und auch großzügiger Spender renoviert

Es ist noch anzumerken, dass neben der Kirche und dem Schloss diese Kapelle ebenfalls unter Denkmalschutz steht und besonders erhaltenswert ist.

Zunächst betreute der Pfarrer von Straßberg aus neben der stark angewachsenen Pfarrgemeinde Hl. Familie in Bobingen-Siedlung, in der 1968 eine neue Kirche gebaut wurde, auch noch die Pfarrei in Reinhartshausen.

Vor einigen Jahren wurde schließlich die Gemeinde in Bobingen-Siedlung zur Stadtpfarrei Hl. Familie erhoben. Ab diesem Zeitpunkt wurden Straßberg und Reinhartshausen von dort aus vikariert. Der jeweilige Pfarrer hatte nun seinen Sitz in Bobingen-Siedlung. Dort befindet sich bis heute auch das Pfarrbüro für die Pfarrei Hl. Kreuz, Straßberg. Seit 1992 wird die Pfarrei von Herrn Pfarrer Dr. Florian Schuller als nebenamtlichen Pfarradministrator betreut. Ihm stehen ein Ständiger Diakon und viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zur Seite. Heute umfasst die Pfarrei ca. 900 Katholiken bei 1173 Einwohner (Stand 2010).

Die Pfarrei Heilig Kreuz in Straßberg gehört zur Diözese Augsburg und zum Dekanat Schwabmünchen.

Normalerweise findet jeden Sonn- und Feiertag um 9.00 Uhr ein Gottesdienst statt. Unter der Woche feiert die Gemeinde am Mittwoch und am Freitag, jeweils um 19.00 Uhr einen Gottesdienst. Zusätzliche Gottesdienstangebote, Andachten etc. sind dem monatlich erscheinenden Mitteilungsblatt zu entnehmen.

 

Seelsorge in der Pfarrei

Pfarrer, Pfarrkuraten, Vikare und Diakone:
1. 1796   Mathias Metz
2.   Augustin Gessele
3. bis 1806   Othmar Hochwied
4. 1806   Benno Ruf, Vikar
5. 1821 – 1823   Franz Xaver Prestele
6. 1823 – 1825   Johann B. Seydenfuß
7. 1835 – 1839   Michael Glimm
8. 1839 – 1841   Joh. Ev. Rummelsberger
9. 1841   Kaspar Schmid, Vikar
10. 1841 – 1846   Ulrich Haberes
11. 1846 – 1847   Mathias Mayr
12. 1847 – 1852   Joseph Schmid
13. 1852 – 1857   Lorenz Voag, Vikar
14. 1857 – 1862   Josef Kortler, Kurat
15. 1862 – 1869   Josef Kappelmayr, Kurat
16. 1870 – 1875   Ignaz Gärtner, Pfarrurat
17. 1875 – 1880   Jakob Ostler, Pfarrkurat
18. 1881 – 1883   Georg Rothneiger, Pfarrkurat
ab 1883   verschiedene Vikare
ab 1896   Pfarrer Zett, Vikar, von Wehringen aus
19. 1905 – 1910   Josef Rothmayr, Pfarrkurat
20. 1911 – 1948   Dr. Philipp Haeuser ( Info unter Punkt “Gemeinde” )
21. 1947 – 1957   Johann Stegmann
22. 1957 – 1977   Johann Schirmbrand
23. 1977 – 1987   Josef Viertl
24. 1988 – 1992   Hans Kopietz
25. seit 1992   Dr. Florian Schuller
seit 1993   Thomas Schmitz, Ständiger Diakon

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