Grußwort

Schön, dass Sie bei uns rein schauen.

Wir sind zwar nur eine kleine Pfarrei im Umkreis von Augsburg. Aber erstens angenehm gelegen, am Rand des Naturparks “Augsburg Westliche Wälder”. Zweitens “nachhaltig”, dies sogar mit einem offiziellen EU-Zertifikat. Und drittens vor allem einigermaßen lebendig.

Zusammen mit Pfarreien aus allen Ortsteilen unserer Stadt bilden wir die große Pfarreiengemeinschaft Bobingen. Pfarrer Thomas Rauch ist deshalb auch unser verantwortlicher Pfarrer. Gemeinsam planen wir, was miteinander sinnvoller geschieht als nur alleine, und zugleich ist es uns ein großes Anliegen, in Straßberg die höchst lebendige Gemeinschaft von Christinnen und Christen intensiv zu fördern, gemeinsam mit allen, die hier wohnen.

Klicken Sie sich doch auch zu den einzelnen Gruppen und Verantwortlichen durch! Und sie werden sehen, was sich so tut bei uns.

Und wenn Sie dann vielleicht sogar Interesse gefunden haben – mailen Sie uns an, schreiben Sie via Kontaktformular oder kommen ganz einfach leibhaftig vorbei! Wir freuen uns. Sie wissen ja – nach guter alter christlicher Tradition trifft man/frau sich vor allem sonntags. Bei uns heißt es normalerweise, leicht zu merken: sonntags 9.00 Uhr. Christentum ist bekanntlich etwas für dynamische, frühaufstehende und wache Mitmenschen. Eben für solche, denen Glaube nachhaltig wichtig ist.

In diesem Sinne ganz herzliche Grüße und beste Wünsche für eine gesegnete Zeit.

Ihr Straßberger Pfarrer,

Dr. Florian Schuller

Neue Webseite der Pfarreiengemeinschaft Bobingen

Besuchen Sie unsere neue Webseite schon jetzt! Zukünftig finden Sie dort alle wichtigen Informationen und Ankündigungen der Pfarreiengemeinschaft und ihrer Pfarreien an einem Ort.

Die Webseite erreichen Sie vorest unter:

http://relaunch.st-felizitas-bobingen.de

Schauen Sie sich auch die Beiträge von Heilig Kreuz Straßberg an, die Sie unter Pfarreien -> Straßberg finden.

Über Feedback zur Gestaltung oder Inhalt freuen wir uns!

Straßberger Kommunionkinder pflanzen Obstbäume

Zum Dank, dass trotz Corona und Abstand eine sehr schöne Kommunionfeier im Juli 2020 stattfinden konnte und passend zum Motto „Wie ein Baum sein – starke Wurzeln, gute Früchte“ haben die 3 Buben und 2 Mädchen der Straßberger Kommunionkinder nun ein nachhaltiges Zeichen gesetzt und zwei Obstbäume gepflanzt. 

Der schöne Platz beim Kreuz wurde von der Stadt Bobingen zur Verfügung gestellt. Das gemeinsame Einpflanzen der Bäume ließen sich die Kinder und deren Eltern zusammen mit Hr. Diakon Schmitz und Hr. Jakob vom OGIV Straßberg natürlich nicht nehmen. Ausgestattet mit Hacke, Spaten und Mundschutz trafen sich alle um gemeinsam die Löcher für die Bäume auszuheben. Nun hoffen sie sehr, dass die Bäume anwachsen, gute Früchte bringen und sie immer wieder an ihre außergewöhnliche Kommunion erinnern werden.  

Sternsingeraktion 2020

Wie jedes Jahr haben wir auch heuer in Straßberg die Sternsingeraktion durchgeführt.

Foto: Thomas Schmitz

25 Ministrantinnen und Ministranten der Pfarrei sind am Montag, den 06. Januar (Hl. Drei König) durch Straßberg gelaufen und besuchten die Häuser. Bei blauem Himmel und Sonnenschein waren heuer 6 Gruppen bis zum späten Nachmittag unterwegs. Alle waren am Ende geschafft aber glücklich über ihren Erfolg.

Dank der Spendenfreudigkeit der besuchten Familien, erreichten wir wieder ein sehr gutes Ergebnis für die Kinder im Libanon, dem Beispielland in diesem Jahr!

So konnten wir in diesem Jahr 2195,28 € an das Kindermissionswerk überweisen.

Allen, die mitgeholfen haben, den Sternsingern, den Eltern, den jugendlichen Betreuern Christoph, Marco und unserer Mesnerin Frau Müller und natürlich auch allen Spendern ein besonders herzliches Dankeschön!

Die Bastelgruppe Heilig Kreuz Straßberg – eine Erfolgsgeschichte

In der Adventszeit ist fast jede Wohnung mit schönen Dingen geschmückt, um eine gute Atmosphäre zu schaffen. Einiges davon, was in Bobinger Wohnzimmern so steht, stammt vielleicht auch von der Bastelgruppe der Pfarrei Heilig Kreuz in Straßberg.

Unterm Jahr treffen sich 14 Frauen einmal im Monat zum Basteln jede Woche. Ab September jede Woche die letzten zwei Wochen vor dem Adventsbasar wird sogar täglich gewerkelt.

Geschickte Hände und ein Blick dafür – und es entsteht aus vielen Einzelteilen ein  Adventskranz oder ein schönes Gesteck aber auch Krippen aus Naturmaterialien, etwas Passendes für die Fensterbank oder für den Christbaum. In den Räumen der Straßberger Kirche entsteht vieles, was in unseren Wohnungen weihnachtliche Stimmung aufkommen lässt.

Der Anfang beim Verkauf wird mit dem Adventsbasar in Straßberg gemacht. Dann geht es auf den Bobinger Weihnachtsmarkt auf den Rathausplatz. Allein dieses Jahr wurden 40 Adventskränze und 30 Gestecke gefertigt. Für Krippen aus Naturmaterialien war die Nachfrage so groß, dass die 150 kleinen Kunstwerke nicht ausreichten. Aber auch kleine Tannenbäumchen aus Kiefernzapfen und noch vieles mehr zieren jetzt weihnachtlich geschmückte Wohnungen.

Der Verkaufserlös geht zur Hälfte an die Mission, bisher war dies für Pater Joe und Schwester Fromunda. Mit der anderen Hälfte werden Arbeiten an der Kirche in Straßberg unterstützt.

Ein beachtlicher Erfolg für die Frauen, die ehrenamtlich viel Zeit und Herz investieren, und das seit 38 Jahren!

10 Jahre EMAS

And the winner is: Heilig Kreuz Straßberg!

Man glaubt es kaum, aber bereits seit 10 Jahren ist unsere Pfarrei Heilig Kreuz EMAS-zertifiziert. Schon 2009 haben wir uns ein Umweltprogramm mit Leitlinien gegeben und versuchen, auf dieser Grundlage in der Pfarrei umweltgerecht zu handeln. Das Team wurde in den ersten Jahren angeführt von Max König. Mittlerweile heißt unser EMAS-Chef Jakob Vellinger, der sich sogar in seinem Studium mit diesen Themen ganz wissenschaftlich beschäftigt. Ein echter Glücksfall, da die Anforderungen der EMAS-Zertifizierung, die alle zwei Jahre ansteht, nicht zu unterschätzen sind.

Mit dem Hintergrund von 10 Jahren EMAS-Arbeit in der Pfarrei bewarben wir uns im Frühjahr beim diesjährigen Wettbewerb zum Schöpfungspreisdes Bistums Augsburg und gewannen prompt den 2.Preis (Kategorie Pfarreien). Damit wurde vor allem unser Engagement (wir sind die erste Pfarrei in der Diözese, die EMAS zertifiziert ist), unsere verschiedenen Maßnahmen und bestimmt auch unsere Ausdauer gewürdigt. Die Freude war groß bei den anwesenden EMAS-Mitgliedern und auch in der Pfarrei! Ganz nebenbei konnten wir aus der Preisverleihung gute Ideen von anderen Pfarreien mitnehmen. Man muss ja nicht alles selber neu erfinden!

Im Sommer hatte im Rahmen der Konferenz der Diözese zur Schöpfungsverantwortung Ottmar Vellinger im Haus St. Ulrich einen Vortrag zum Thema „Wildbienen und Insektenhotel“ gehalten. Ganz anschaulich und mit viel Fachwissen erklärte er an einem selbst gebauten Insektenhotel (das mittlerweile hinter unserer Kirche steht) die häufigsten Fehler, die man beim Bau machen kann. Sein Vortrag kam bei den Zuhörern so gut an, dass er daraufhin viele Nachfragen von den Zuhörern bekam, die ebenfalls so ein Insektenhotel nachbauen wollten.

Gedanken, Lieder und Bitten zur Bewahrung der Schöpfung haben wir im September bei unserer Fuß-Wallfahrt nach Oberschönenfeld an zwei Stationen eingebracht. Gerade auf diesem Weg durch die Westlichen Wälder wird uns hautnah bewusst, wie schön und doch zerbrechlich unsere Schöpfung ist.

Zum Abschluss unseres Jubiläumsjahres stellten wir unsere EMAS-Leitlinien, sozusagen unsere Kernbotschaften, im Erntedank-Gottesdienst mit Texten, einem eigenen Glaubensbekenntnis und selbst formulierten Fürbitten in den Fokus. Dabei war uns wichtig, alle Generationen mit zunehmen. So bezog unser Pfarrer Dr. Florian Schuller die anwesenden Kinder sehr aktiv in eine Art Predigtgespräch mit ein.

Im Oktober besuchte uns noch ein Fernsehteam von Katholisch TV, interviewte unseren Leiter Jakob Vellinger und erkundigte sich über unserer bisherigen Aktivitäten. Daraus entstand ein kurzer Film-Beitrag zu unserem EMAS-Projekt, den Sie in der Mediathek von Katholisch TV ansehen können.

Motiviert von so vielen guten Erlebnissen und Rückmeldungen gehen wir optimistisch in das nun 11. EMAS-Jahr und freuen uns über jeden und jede, die sich mit uns oder im eigenen Umfeld für die Schöpfung einsetzt.

„Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern – Rettet die Bienen!“

Stellungnahme der Umweltbeauftragten des Bistums Augsburg
zum Volksbegehren

 Ziel des Volksbegehrens ist es, Regelungen im bayerischen Naturschutzgesetz zu verankern, welche die Lebensräume für die Vielfalt der Arten sichern können. Ist das Volksbegehren erfolgreich, wäre die bayerische Regierung durch Gesetzänderung tatsächlich zu konkreten Maßnahmen zum Artenschutz verpflichtet.

Zu den Kernforderungen des Volksbegehrens gehören u.a. Maßnahmen, die bayernweite Vernetzung von Lebensräumen für Tiere, die Erhaltung von Hecken, Bäumen und kleinen Gewässern in der Landwirtschaft und der Erhalt und die Schaffung blühender Randstreifen an allen Bächen und Gräben.

Hintergrund dieses Volksbegehrens ist, dass auch in Bayern nachweisbar viele Tier- und Pflanzenarten massiv in ihrem Bestand zurückgegangen und vom Aussterben bedroht sind. Besonders betroffen sind Insekten, die um ca. 75% zurückgegangen sind. Darunter leiden wiederum alle Insektenfresser, allen voran viele Vogelarten. Das wiederum führt zu einem Schwund der heimischen Vogelwelt. Die Kettenreaktionen lassen sich beliebig fortsetzen und bedeutet auch eine konkrete Gefahr für uns Menschen.

Die wichtigsten Ursachen für den starken Rückgang in Pflanzen- und Tierwelt sind die intensive Landwirtschaft, v.a. die häufige und immer früher durchgeführte Mahd von Wiesen, der Einsatz von Pestiziden, Überdüngung, das Umbrechen von Wiesen und Ackerfläche und das Entfernen von wichtigen Lebensräumen wie Hecken, Alleen und kleinen Feuchtgebieten.

Auf diese gefährliche Entwicklung hat im Jahr 2015 bereits Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato si“ hingewiesen und eindringlich an ein Umdenken appelliert:

„Die Ressourcen der Erde werden auch geplündert durch ein Verständnis der Wirtschaft und der kommerziellen und produktiven Tätigkeit, das ausschließlich das unmittelbare Ergebnis im Auge hat. Der Verlust von Wildnissen und Wäldern bringt zugleich den Verlust von Arten mit sich, … .
Jedes Jahr verschwinden Tausende Pflanzen- und Tierarten, die wir nicht mehr kennen können, die unsere Kinder nicht mehr sehen können, verloren für immer. Die weitaus größte Mehrheit stirbt aus Gründen aus, die mit irgendeinem menschlichen Tun zusammenhängen. Unseretwegen können bereits Tausende Arten nicht mehr mit ihrer Existenz Gott verherrlichen, noch uns ihre Botschaft vermitteln. Dazu haben wir kein Recht.“
(Papst Franziskus, Enzyklika „Laudato si“, 32,33)
In seiner Enzyklika zitiert Papst Franziskus u.a. auch Patriarch Bartholomäus, der die Zerstörung der Schöpfung als Sünde bezeichnet.:
„Dass Menschen die biologische Vielfalt in der göttlichen Schöpfung zerstören; dass Menschen die Unversehrtheit der Erde zerstören, indem sie Klimawandel verursachen, indem sie die Erde von ihren natürlichen Wäldern entblößen oder ihre Feuchtgebiete zerstören; … all das sind Sünden“ (Papst Franziskus, Enzyklika „Laudato si“, 8)
Papst Franziskus legt der Menschheit nahe, die Schöpfung nicht unter dem Aspekt des unmittelbaren Gebrauchs und Verbrauchs, sondern als Geschenk und Offenbarung Gottes an uns Menschen zu sehen:

„Wenn die Erde uns geschenkt ist, dann können wir nicht mehr von einem utilitaristischen Kriterium der Effizienz und der Produktivität für den individuellen Nutzen her denken. Wir reden hier … von einer grundlegenden Frage der Gerechtigkeit, da die Erde, die wir empfangen haben, auch jenen gehört, die erst noch kommen. … .
Welche Art von Welt wollen wir denen überlassen, die nach uns kommen, den Kindern, die gerade aufwachsen? … Wozu gehen wir durch diese Welt, wozu sind wir in dieses Leben gekommen, wozu arbeiten wir und mühen uns ab, wozu braucht uns diese Erde? Darum reicht es nicht mehr zu sagen, dass wir uns um die zukünftigen Generationen sorgen müssen. Wir müssen uns bewusst werden, dass unsere eigene Würde auf dem Spiel steht.“ (Papst Franziskus, Enzyklika „Laudato si“, 159,160)

Die Liste der Zitate von Papst Franziskus über unsere Verantwortung gegenüber der Schöpfung ließe sich noch beliebig fortsetzen. Aus seinen Äußerungen klingt eine ganz deutliche Tendenz: Ein Umdenken und radikaler Wandel in unserem menschlichen Verhalten der Schöpfung gegenüber. 
Abschließend komme ich zu folgendem Statement:

Ich bin überzeugt, dass die Forderungen des Volksbegehrens in Einklang mit unserem christlichen Glauben stehen.
Gott uns diese Erde anvertraut hat.  Es ist unser Recht, die Schöpfung zu unserem Wohl und dem Wohl aller Mitgeschöpfe, auch der nach uns kommenden Generationen, in Liebe zu gebrauchen.

Gott will,dass wir behutsam und achtsam mit seiner Schöpfung umgehen und Gottes Größe undgeheimnisvolle Gegenwart in ihr entdecken. 
Deshalb stehe ich als Umweltbeauftragte des Bistums Augsburg dem Volksbegehren positiv gegenüber.

Wer das Volksbegehren unterschreibt leistet einen aktiven Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung.

Augsburg, 16.01.2019

 Andrea Kaufmann-Fichtner

Umweltbeauftragte des Bistums Augsburg