Diakon

 18_Diakon  Thomas Schmitz

Beruf: Pensionär, Kriminalhauptkommisar a.D.
Familie: verheiratet, Zwei Kinder, Eine Enkelin und ein Enkel.
Diakon in Straßberg seit 1993

Werdegang

– Herkunft, Familie
1957 Geboren am 28. April 1957 in Augsburg
  Aufgewachsen in Augsburg-Göggingen
1973 Umzug mit Eltern und Schwester nach Bobingen (12 km südlich von Augsburg)
1987 Heirat seiner Frau Mathilde und Umzug nach Straßberg
1989 Geburt der Tochter Franziska
1991 Geburt der Tochter Andrea
– Schul- / Berufsausbildung
1963 – 1967 Kath. Volksschule für Knaben Göggingen
1967 – 1970 Gymnasium bei St. Anna Augsburg
1970 – 1974 Staatliche Realschule Bobingen
1974 – 1976 Staatliche Fachoberschule Augsburg
1977 – 1980 Ausbildung bei der Bay. Polizei (Würzburg, München, Dachau)
Mittlerer Polizeivollzugsdienst
1980 – 1996 Dienst bei verschiedenen Einheiten der Polizei
1996 – 1998 Studium an der Beamtenfachhochschule (Fachbereich Polizei) in Fürstenfeldbruck
1998 – 2018 Dienst bei der Kriminalpolizeiinspektion Augsburg
Gehobener Polizeivollzugsdienst
seit Apr. 2018
Nach 41 Jahren in Polizeidienst im Ruhestand
– Kirchliche Tätigkeiten
1967 – 1973 Ministrant und Gruppenleiter in der Pfarrei St. Georg und Michael in Göggingen (heute: Augsburg-Göggingen)
1976 – 1987 Jugendleiter, Lektor, Kommunionhelfer und Pfarrgemeinderat in der Pfarrei Hl. Familie in Bobingen-Siedlung
1987 – 1993 Ministrantenleiter, Lektor, Kommunionhelfer und Pfarrgemeinderat in der Pfarrei Hl. Kreuz in Straßberg
1989 – 1993 Ausbildung zum Ständigen Diakon in der Diözese Augsburg
1989 – 1991 Fernstudium der Theologie an der Domschule in Würzburg mit Studienbegleitung durch das religionspädagogische Seminar in Augsburg
1992 Annahme als Kandidat für den Ständigen Diakonat
20.11.1993 Weihe zum Ständigen Diakon in der Basilika St. Ulrich und Afra in Augsburg durch den Hochwürdigsten Weihbischof Rudolf Schmid
seit 1993 Ständiger Diakon in der Pfarrei Hl. Kreuz Straßberg
1996 – 1999 Stellvertretender Sprecher der Ständigen Diakone der Diözese Augsburg
1999 – 2015
Sprecher der Ständigen Diakone der Diözese Augsburg
2008 – 2018
Mitglied im Seelsorgebeirat der Bayerischen Polizei
seit Aug. 2018
Ständiger Diakon in der Pfarreiengemeinschaft Bobingen
(Stand: August 2018)


 Diakonenweihe 20.11.1993:    (Zeitungsartikel)

Verbrecher ermitteln und Evangelium verkünden, Spuren sichern und Segen spenden werden für Thomas Schmitz in Zukunft zusammengehören. Mit fünf anderen Ehemännern empfing der Augsburger Kriminalpolizist am Samstag die Diakonenweihe.

Er ist in die Aufgabe hineingewachsen, erzählt der 36 Jahre alte, gebürtige Gögginger. Unter Pfarrer Georg Beis war er Jugendleiter und Ministrant, nach dem Umzug der Familie nach Bobingen auch dort. Das kirchliche Engagement und die Polizeiausbildung liefen nebeneinander. Vor vier Jahren dann – Thomas Schmitz hatte geheiratet und die erste von heute zwei Töchtern bekommen – bewarb er sich um das Weiheamt. Zwei Jahre absolvierte er den theologischen Fernkurs, weitere zwei Jahre durchlief er die pastorale Ausbildung der Diözese. An Wochenenden übte er sich ins Predigen ein, lernte sozialdiakonische Arbeitsfelder kennen und wurde mit verschiedenen Gottesdienstformen vertraut. Als Diakon darf er künftig taufen, trauen und bestatten.
Entbehrungsreich war die Ausbildung für ihn und die Familie, gibt Schmitz unumwunden zu. Seit er Schicht rund um die Uhr im Kriminaldauerdienst leistet, sei es noch schwieriger geworden. Aber aufgeben wollte er nicht, wusste er sich doch in Gottes Führung, getragen von der Ehefrau und bestärkt von vielen Christen in seiner Heimatpfarrei Heilig Kreuz in Straßberg. Diakon Thomas Schmitz erfüllt das Kirchenamtsideal „Aus der Gemeinde für die Gemeinde“. Er selber sieht in seinem Wirken die Chance, als Familienvater zu den Menschen einen anderen Kontakt wie der zölibatäre Pfarrer zu bekommen. Geistliche Impulse setzen, begleiten und ermutigen will er in Zukunft, „aber nicht alles alleine machen“.
Das trifft sich mit der Weihepredigt von Weihbischof Rudolf Schmid, der vor geistlichem Aktionismus warnte. In der Ulrichsbasilika riet er den Diakonen: „Ihr Dienst ist nicht zuerst Ihre Leistung, sondern ein Zeichen Gottes.“ Das Perfektionieren von Maßnahmen und Methode genüge nicht in der Seelsorge. Alles Bemühen müsse in erster Linie darauf ausgerichtet sein, Christus zur Darstellung zu bringen. „Wir müssen vom Agieren und Funktionieren zum Sein kommen.“


 Der Dienst des Diakons:

Der Dienst des Diakons bezieht sich auf die drei Grundaufgaben der Kirche:
Glaubensverkündigung – Gottesdienst – Caritas.
Wenn auch der amtliche Dienst des einzelnen Diakons verschieden ist, so ist jeder in allen drei Grundaufgaben tätig.

  • Caritas:
    Der Diakon soll die vielfältigen Nöte von Menschen – einzelner oder ganzer Gruppen – entdecken, den Blick der Gemeinde dafür schärfen helfen und zur Mitsorge anregen; er soll Fernstehenden Zugänge zur Gemeinschaft der Kirche, zur Gemeinde öffnen.

  • Glaubensverkündigung und Gottesdienst:
    Dazu können folgende Aufgaben gehören: Glaubensgespräche, besonders mit Menschen in Notsituationen; Milieuseelsorge am Arbeitsplatz; Mitarbeit in der Gemeindekatechese; Predigt und liturgische Mitwirkung in der Eucharistiefeier; Austeilung der (Kranken-) Kommunion; Spendung der Taufe; Leitung von Begräbnisfeiern, von Wortgottesdiensten, Andachten und von Trauungen.

Man muss aber deutlich darauf hinweisen, dass bei einem Diakon mit Zivilberuf Familie und Beruf im Vordergrund stehen. Somit muss die Ausübung der vorher genannten Aufgaben immer in diesem Rahmen mit allen vorhandenen zeitlichen und beruflichen Einschränkungen gesehen werden.
Die konkreten Aufgaben vor Ort werden vom Bischof, in Absprache mit dem zuständigen Pfarrer bzw. dem jeweiligen Verantwortlichen, mittels Dekret übertragen. Verheiratete Bewerber müssen zur Weihe 35 Jahre alt sein. Die Ehefrau muss zur Weihe ihr schriftliches Einverständnis geben. Kinder und Ehefrauen werden nach Möglichkeit in die Ausbildung miteinbezogen.